Moderner Fahrzeuglack besteht aus mehreren Schichten: Grundierung, Füller, Basislack (Farbe) und Klarlack. Der Klarlack ist typischerweise 30 bis 60 Mikrometer dünn und schützt die Farbschicht vor UV-Strahlung, Chemie und mechanischer Belastung.
Fast alle sichtbaren Defekte wie Swirls, leichte Kratzer oder Wasserflecken liegen im Klarlack. Eine Politur trägt gezielt wenige Mikrometer dieser Schicht ab, um Defekte einzuebnen. Deshalb ist die verbleibende Klarlackstärke die wichtigste Grenze jeder Lackkorrektur.
Faustregel: Lässt sich ein Kratzer mit dem Fingernagel deutlich ertasten, reicht er meist durch den Klarlack hindurch und kann nur kaschiert, aber nicht vollständig herauspoliert werden.

